Rekordansturm auf Photovoltaikförderung

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Die PVA unter der Führung von Hans Kronberger (Foto) meint, einem schweren Rechenfehler des Umweltministeriums auf die Spur gekommen zu sein. Andrang bei der diesjährigen Klimafondsförderung für Sonnenstromanlagen sprengte alle Rekorde:

 

Die Steiermark lag wieder vorne, aber auch in den Bundesländern, in denen der Andrang im letzten Jahr eher zurückhaltend war, hat sich der Druck enorm gesteigert. In der Steiermark war das Förderbudget in 40 Sekunden vergriffen, im letzten Jahr hat es immerhin 66 Sekunden gehalten. Um 11 Uhr am Nachfolgetag waren es bereits 10.240 Anträge. In Niederösterreich war das Förderbudget in 3 Minuten vergeben, in Tirol sogar nach etwa einer Minute. Die Oberösterreicher mussten sich ebenso beeilen, nur eine Minute und 30 Sekunden blieben, um in den Fördertopf zu fallen.


„Dass die Fördersumme pro Kilowattpeak in den letzten vier Jahren von 2.800 Euro auf 800 Euro gesunken ist, zeigt dass die Photovoltaik auf dem rasanten Weg zur Marktfähigkeit ist", so Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) und rechnet vor, „dass die privaten Errichter dem Staat inzwischen wesentlich mehr an Steuern und anderen Einnahmen bringen als die Fördersumme ausmacht."

Der Andrang bei der diesjährigen Klimafondsförderung für Sonnenstromanlagen hat alle Rekorde gesprengt! Kronberger ortet akuten Handlungsbedarf der Politik. Foto: BV ErneuerbareEnergien

Hans Kronberger: „Es ist absolut nicht einsehbar, warum man österreichweit an die 50.000 Antragsteller abweist, obwohl sie mit ihrer Investitionsbereitschaft wirkliche Green Jobs schaffen, die die Wirtschaft beleben und zusätzliche Steuereinnahmen bringen." Für den PVA ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die PV-Förderproblematik auf höherer Ebene abgehandelt werden müsste. Hans Kronberger: „Kanzler und Vizekanzler wären jetzt am Zug ein konkretes Machtwort zu sprechen, um die Misere zu beenden und damit den privaten Antragstellern, der Wirtschaft und dem Staat zu helfen!"

 

Schwerer Rechenfehler des Umweltministeriums?

Zum Auftakt der Klimafondsförderung für Photovoltaik-Kleinanlagen mit einer Leistung bis zu 5 kWp, die in drei Bundesländern (Niederösterreich, Vorarlberg, Kärnten) startete, dürfte dem Umweltministerium ein schwerer Rechenfehler unterlaufen sein. Auf jeden Fall ist die Aussage nicht haltbar, dass heuer mit der reduzierten Fördermenge von 45 auf 25,5 Millionen Euro durch die Kostenreduktion bei den Photovoltaikanlagen die gleiche Menge errichtet werden könne wie im letzten Jahr. Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) dazu: „Eine gleichbleibende Ausbaumenge mit reduzierter Fördersumme ist nicht haltbar!" Kronberger hat nachgerechnet: „Wenn man mit einem Förderbeitrag von 1.100 Euro pro Kilowattpeak eine Fördersumme von 45 Millionen einsetzt, wie dies letztes Jahr der Fall war, so können damit ziemlich genau 41 Megawattpeak an PV-Anlagen errichtet werden. Nimmt man die diesjährige reduzierte Gesamtfördersumme von 25,5 Millionen und berücksichtigt die auf 800 Euro pro kWp verminderte Fördersumme, so ergibt dies nur 31,9 Megawattpeak neuinstallierter PV-Anlagen, also ca. ein Viertel weniger als im letzten Jahr." Hans Kronberger erinnert erneut daran, dass die Förderaktion über diverse Steuerleistungen dem Staat mehr bringt als sie kostet und es daher volkswirtschaftlich gesehen nicht einsichtig ist, dass man sie überhaupt limitiert.

 

www.pvaustria.at

 

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