ACHTUNG – Es sind erneut Betrüger unterwegs!

 

Mittlerweile sind über die betrügerischen Machenschaften einer »Notdienst-Firma« bereits über 130 Konsumentenbeschwerden in der Innung eingelangt.


Folgende Innungen sind betroffen: Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker; Metalltechniker; Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker. Der Fall erinnert verdächtig an den »Schlüsseldienst« welcher über eine Mehrwertnummer in Deutschland angerufen wurde. Der Vergleich der Musterrechnung macht schon fast sicher.

Der Kundenkontakt mit dem Unternehmen erfolgt in der Regel über einen Notdienst, der im Internet ein gutes Google-Ranking erzielt und bei Suchanfragen als Ergebnis sehr weit oben aufscheint. Dort wird ein Service »ab 49 Euro« angeboten. Der Notdienst wird auch etwa auf den Seiten installateur24h.at und elektro-hilfe.at beworben.
In der Regel werden von diesem Notdienst – je nach Aussagen der Beschwerdeführer – minderwertige oder auch gar keine Dienstleistungen erbracht. Trotzdem wird dafür ein hoher Geldbetrag verlangt. Dazu kommt, dass die Kunden dazu aufgefordert werden, die Kosten sofort und in bar zu begleichen. Mehrfach wurde seitens der Kunden auch ein aggressives Vorgehen der Angestellten des Unternehmens, einhergehend mit dieser Forderung, geschildert.

Eine alarmierende Häufigkeit von Beschwerden und Anzeigen seit Bestehen des Betriebes bei mehreren Stellen konnte beobachtet werden. Alleine bei der Wirtschaftskammer Wien gingen in diesem Zeitraum über 100 Beschwerden über das Unternehmen bei den zuständigen Fachgruppen und dem Mitgliederdatenservice ein. Weitere Beschwerden gingen auch im Sozialministerium, Bereich Konsumentenschutz sowie der Arbeiterkammer (Niederösterreich) ein. Ermittlungen der Bundeskriminalpolizei sind ebenso anhängig. Dort wurden bereits über 30 Fälle/Anzeigen eingebracht. Viele Unmutsäußerungen sind auch in einschlägigen Foren im Internet zu finden. Zusätzlich ist anzunehmen, dass die Anzahl an Beschwerden um ein Vielfaches höher ist, als die der Innung bekannt gewordenen.
In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass die Berechtigungen erst – je nach Wirksamkeitsdatum – ein knappes Jahr oder weniger aufrecht sind. Die Betriebsadresse ist bekannt, jedoch wurde nach erfolgten Kontrollen des Wiener Marktamts an dieser Adresse festgestellt, dass es sich um eine Wohnadresse handelt, nicht jedoch um einen Betriebsstandort. In Folge dessen wurden bereits mehrere Anzeigen des Marktamts getätigt. Da es sich um eine Wohnung handelt, gibt es aber leider auch keine Handhabe seitens der Behörde, die Betriebsstätte zu sperren.

Nachstehende Schritte wurden bereits von Eurer Innung unternommen:
• Anzeige bei der Gewerbebehörde
• Gewerbeentziehungsverfahren in Ausarbeitung
• Betrugsanzeige in Ausarbeitung
• Zusätzlich wird ein Musterprozess seitens des Sozialministeriums angestrebt.
Alle Beschweren werden der Finanzpolizei und dem Finanzamt sowie der GKK geschickt.

Daher der dringende Aufruf der Innung: „Werte Kollegen. Bitte informiert Eure Kunden über solche Machenschaften, denn nur ein einziges schwarzes Schaf kann viel vom Image unseres Berufszweiges zerstören! Wenn Ihr einen Notdienst anbietet, so gebt Euren Kunden nochmals die Nummer zur Erinnerung. Wenn nicht, empfiehlt einen Partner in Eurer Nähe! Denn idealerweise sollte der Kunde schon bereits bevor ein Notfall eintritt wissen, an wen er sich wenden kann! Auch sollten schon im Vorfeld die Konditionen für einen Notfalleinsatz mit dem Unternehmen abgeklärt werden. Zusätzlich sei dem Kunden zu raten, niemals bar an der Haustüre zu bezahlen – seriöse Unternehmer senden für gewöhnlich eine Rechnung samt Erlagschein zu!“

Sind Ihnen weitere Fälle bekannt oder haben Sie Hinweise zu diesem Thema, dann wenden Sie sich an:

Thomas Supper
Innungsgeschäftsführer
Landesinnung Wien der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker
Wirtschaftskammer Wien
Rudolf Sallinger-Platz 1 / 1030 Wien
Tel.: +43 1 514 50-2335
Fax: +43 1 712 68 47
E-Mail: thomas.supper@wkw.at

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