Neue Normenreihe in der Straßenbeleuchtung

 

Mit der ÖNORM O 1055, der ÖNORM EN 13201/Teil 2-5 sowie der pr ÖNORM EN 13032-5 gibt es 2017 essenzielle Änderungen bei den Straßenbeleuchtungsnormen. Die LTG (Lichttechnische Gesellschaft Österreichs) hat daher Ende Jänner zu einem Erstinformations-Nachmittag in Wien eingeladen. Etwa 60 Interessenten, nicht nur aus Österreich, folgten der Einladung.


In seiner Begrüßung stellte LTG-Vorstandsvorsitzender Peter Seibert fest, dass das große Interesse aufzeigt, wie wichtig das Normenwissen für alle mit der Straßenbeleuchtung befassten Personen ist. Die LTG-Spezialisten Franz Luisi, Christian Richter, Rudolf Hornischer und Michael Fritthum referierten anschließend über die nationale und internationale Normenarbeit dazu und umrissen in zwei intensiven Stunden die Änderungen gegenüber früher.

LTG-Vorstandsvorsitzender Peter Seibert hielt fest, wie wichtig das Wissen um die Normen bei der Straßenbeleuchtung ist. Zu den bisherigen Teilen der ÖNORM EN 13201 Teil 2 (Gütemerkmale), Teil 3 (Berechnung der Gütemerkmale) und Teil 4 (Messung der Gütemerkmale) kommen jetzt der Teil 5 (Energieeffizienz – Indikatoren) sowie die pr ÖNORM EN 13032-5 (Licht und Beleuchtung – Messung und Darstellung von Daten von Lampen und Leuchten) hinzu. Statt der ÖNORM CEN/TR 13201-1 gilt in Österreich die ÖNORM O 1055 (Auswahl der Beleuchtungsklassen). Sie inkludiert auch die bisherige ÖNORM O 1053 (Auswahl der Beleuchtungsklassen – Berücksichtigung des situativen Verkehrsflusses).

Die ÖNORM O 1055: 2017 beschreibt, wie die Auswahl der Beleuchtungsklassen von öffentlichen Verkehrsflächen im Freien zu erfolgen hat, wobei bei dem Auswahlverfahren, gegenüber der ÖNORM CEN/TR 13201-1: 2004, die Methodik der Klassifizierung geändert wurde.
Auch bei der ÖNORM EN 13201-2: 2016 wurden einige Änderungen vorgenommen, wie z.B. die Blendungsbegrenzung für Beleuchtungsstärkeklassen auf physiologischer Basis bewertet wird.
Die ÖNORM EN 13201-3: 2016 beinhaltet ebenso einige Änderungen, die ÖNORM EN 13201-4: 2016 ist ein komplett geändertes Regelwerk und »leicht akademisch«, wie Vortragender Rudolf Hornischer dazu bemerkte.
In der ÖNORM EN 13201-5: 2016 werden Methoden festgelegt, wie Energieeffizienz-Indikatoren von Straßenbeleuchtungen zu berechnen sind. Mit ihnen soll die Energiebilanz von Straßenbeleuchtungen aufgezeigt werden. Sie ermöglichen den Vergleich verschiedener Lösungsmöglichkeiten und Technologien für das gleiche Projekt.
Der Entwurf der ÖNORM EN 13032-5: 2017 dient der Darstellung von Daten für Leuchten für den Einsatz in der Straßenbeleuchtung. Diese Norm bringt mit der Utilanz ein Maß für die Lichtstärkeverteilung, mit dem eine Leuchte ihren Lichtstrom auf eine festgelegte Referenzfläche wirft, wenn weitere Qualitätsanforderungen der EN 13201 erfüllt sind. Sie kann als Werkzeug zur Vorauswahl geeigneter Leuchten herangezogen werden.

Abschließend wurden noch Planungsbeispiele unter Anwendung der ÖNORM O 1055 gezeigt und ganz besonders auf die Änderung der DIALux-Berechnungsprogramme hingewiesen.
Aufgrund der Wichtigkeit des Themas veranstaltet die LTG unter dem Motto »Neues zur EN 13201 und O 1055« am 27. April 2017 von 9 bis ca. 16 Uhr ein Tagesseminar in 1030 Wien. Anmeldungen dazu sind ab sofort unter www.ltg.at möglich

 

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