Siemens erhält Cyber-Security-Zertifikat

 

Siemens hat für Netzautomatisierungslösungen ein Zertifikat von TÜV Süd, München, nach der internationalen Normenreihe IEC 62443 erhalten. Das Secure Substation Framework von Siemens wurde nach IEC 62443-2-4 (Anforderungen an Systemintegratoren) und nach IEC 62443-3-3 (Anforderungen an die Security-Funktionen der Systeme) zertifiziert.


Die zertifizierte Architektur beruht auf der Erfahrung und dem Wissen von Siemens als global agierendes Unternehmen. Die in der Zertifizierung beschriebenen Prozesse sorgen für die nötige Transparenz aller sicherheitsrelevanten Abläufe. Auf dieser Basis entwickelt und implementiert Siemens für Stromversorgungsunternehmen und Netzbetreiber auf der ganzen Welt Netzautomatisierungslösungen, die in puncto Cyber Security auf neuesten internationalen Standards basieren und an aktuelle Sicherheitsrichtlinien angepasst sind.

Siemens Österreich ist darüber hinaus seit September 2015 nach der internationalen Sicherheitsnorm ISO 27001 zertifiziert. Beim Projekt Security4Utilities wird gemeinsam mit Kunden und Partnern daran gearbeitet, die österreichischen Netze fit für alle nötigen Anforderungen in Punkto Cyber Security zu machen. Darüber hinaus engagiert sich Siemens in diversen österreichischen Smart Grid-Forschungsprojekten – unter anderem in Wien/Aspern, Villach und Köstendorf.

Neben den bisherigen Standards für Cyber Security hat sich die IEC 62443, nach der Siemens nun international zertifiziert wurde, heute weltweit zu dem am meisten zukunftsorientierten Sicherheitsstandard entwickelt. Die Norm geht weiter als andere Standards und definiert Anforderungen für alle Akteure: Produktanbieter, Systemintegratoren und Betreiber. Während die Zertifizierung nach IEC 62443-2-4 auf einem von Siemens entwickelten Sicherheitskonzept und Engineering-Prozess basiert, ist das Secure Substation Framework von Siemens die Grundlage für die Evaluierung nach IEC-62443-3-3. Dieser Sicherheitsrahmen wird von Produkten wie dem Stationsautomatisierungssystem Sicam PAS/PQS und Sicam AK3 gebildet, sowie dem Bedien- und Überwachungssystem Sicam SCC, den Schutzgeräten Siprotec 5 und dem Siemens-Ruggedcom-Portfolio, bestehend aus Switches, Routern und Firewalls.

Digitalisierung und Cyber Security sind zwei eng miteinander verflochtene Themen, die für Siemens von hoher strategischer Bedeutung sind. Bei der Weiterentwicklung von Cyber-Security-Maßnahmen für seine Netzautomatisierungsprodukte, -systeme und -lösungen beispielsweise verfolgt Siemens einen umfassenden Sicherheitsansatz, der von internationalen Standards wie der IEC 62443 getrieben wird.

Um die Sicherheitsstandards für intelligente Stromversorgungsnetze weiter zu verbessern, sind Siemens-Experten in den einschlägigen internationalen Standardisierungsorganisationen vertreten. Darüber hinaus berät Siemens Aufsichtsbehörden bei technischen und prozessbezogenen Themen. Dank eines unternehmensweiten Cyber Emergency Response Teams (CERT) hat Siemens einen weltweiten Überblick über aktuell auftretende Schwachstellen. Dies gilt unter anderem auch für die Cyber Security von Stromversorgungsnetzen, in denen die Digitalisierung weiter voranschreitet.

Sichere Netzautomatisierungslösungen gehören zum Portfolio der Siemens-Division Energy Management. Als Produktlieferant, Systemintegrator, Lösungs- und Serviceanbieter ermöglicht die Division Stromversorgungsunternehmen und der Industrie die wirtschaftliche, zuverlässige und intelligente Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Das Portfolio reicht von Produkten und Systemen für die Niederspannungs- und Verteilnetzebene, über Smart-Grid- und Energieautomatisierungslösungen bis zu Hochspannungsübertragungssystemen. In mehr als 100 Ländern vertreten, erwirtschaftete die Siemens-Division mit weltweit über 52.000 Mitarbeitern im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2016 endete, einen Umsatz von rund 11,9 Milliarden Euro und einen Gewinn von 895 Millionen Euro.

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