Von Experten für Experten

 

Der Expertentreff mit Etherma, Philips Lighting und Schneider Electric ging in die nächste Runde.


Etherma, Philips Lighting und Schneider Electric haben es wieder getan. Unter dem Titel Expertentreff tourten namhafte Vertreter der drei Unternehmen durch das ganze Land, um vorwiegend Elektroinstallationstechnikern Produkt-Neuheiten zu präsentieren. Tipps, wie man mit diesen ordentlich Zusatzgeschäfte macht, durften dabei natürlich auch nicht fehlen.

Eugendorf, Tamsweg, Kaprun, Linz, Graz, Klagenfurt, Innsbruck, Hohenems, St. Pölten, Wien (zwei Mal) und Vösendorf – das waren die Stationen, die die Experten von Etherma, Philips Lighting und Schneider Electric in nicht ganz einem Monat absolvierten. Viel zu reisen und viel zu erzählen also. Wir waren beim letzten Treffen in der Eventpyramide in Vösendorf mit dabei.

„Ein weitestgehend energieautonomes Haus realisieren – das können nur wir als Elektrotechniker! Elektrisch betriebene (Infrarot-)Heizungen sind dabei ein wesentliches Element!“, so Karl Fitzinger.Etherma
Die Funktionsweise einer Infrarotheizung muss an dieser Stelle wohl nicht mehr breit erläutert werden. Fest steht jedenfalls „Behaglichkeit kann man messen“, so Karl Fitzinger, Vertriebsleiter bei Etherma, der die Runde der Präsentationen eröffnete. Die langwelligen Strahlen einer Infrarotheizung wärmen Körper im Raum, auch wenn die Lufttemperatur eigentlich wenig Behaglichkeit vermuten lässt. Dieser Effekt funktioniert auch wunderbar im Freien. Mit den Terrassenstrahlern von Solamagic, für die Etherma den exklusiven Vertrieb in Deutschland und Österreich innehat, stellte Fitzinger die ideale Lösung für Terrassen, Balkone oder auch Gastgärten vor. Dabei wies der Etherma-Experte darauf hin, dass es ab Mai 2018, aufgrund des dann in Kraft tretenden neuen Rauchergesetzes, wohl sehr viel mehr »frierende Raucher« in Österreichs Gasthöfen und Gärten geben wird. Der ideale Zeitpunkt also, um aktiv auf Gaststätten zuzugehen und Lösungen anzubieten, und zwar „noch bevor Billigflieger diese Geschäftsmöglichkeit für sich entdecken!“, appellierte Fitzinger.
Dass Etherma mit Fußboden-, Freiflächen- oder Dachrinnenheizungen mehr als »nur« Wohnraumheizungen zu bieten hat, vergaß Fitzinger ebenfalls nicht zu erwähnen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Möglichkeit, bei Etherma Heizmatten nach Maß anfertigen zu lassen. Diese werden direkt bei Etherma in Henndorf am Wallersee (Salzburg) hergestellt und sind innerhalb von 48 Stunden lieferbereit. So kann man auch bei verwinkelten Projekten garantieren, dass der Fußboden auch wirklich überall beheizt wird.

„Vernetztes Licht klingt nach Zukunft, es ist aber bereits heute verfügbar und wird mehr und mehr und dabei erfolgreich umgesetzt“, erklärte Philip Perger.Philips Lighting
Zugegeben, früher war es subjektiv einfacher. Konventionelle Beleuchtung rein und fertig. „Heute hört man nur noch LED und von deren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten“, so Philip Perger, Key Account Manager bei Philips Lighting. Diese bringen aber auch eine Viel- zahl neuer Gelegenheiten und Vorteile – Energieeinsparungen, geringerer Wartungsaufwand, Lichtszenen, die gezielte Auswahl der Farbtemperatur und vieles mehr. Das alles wurde in nur wenigen Jahren Wirklichkeit. Der nächste Schritt und die logische Konsequenz ist die vernetzte Beleuchtung, die Philips Lighting aktiv vorantreibt. Aber auch hier gilt bereits „die Zukunft ist schon jetzt, denn das gibt es alles schon“, wie es Philip Perger ausdrückte. Beispielsweise wurde das »Green Warehouse«-Konzept von Philips Lighting bereits mit Erfolg umgesetzt. Dabei kommunizieren Philips-Leuchten wie GentleSpace, das neue Maxos-Lichtbandsystem oder die Feuchtraumleuchte Pacific LED, über Zigbee oder WLAN miteinander und sorgen gemeinsam mit Bewegungs- und Präsenzmeldern für Licht an nur den Stellen, an denen es wirklich gebraucht wird. Damit können erhebliche Energieeinsparungen erreicht sowie Logistik und Arbeitsabläufe verbessert werden. So lassen sich aber beispielsweise auch Orientierungshilfen realisieren, bei denen mittels codiertem Licht ein Weg, zum Beispiel in die richtige Lagerabteilung, gewiesen wird. Diese innovative Lösung heißt »Indoor Positioning«, bei dem die installierten Leuchten als Positionierungsraster zur Navigation und Kommunikation genutzt werden. Und auch das ist Baustein der »Smart City«, denn früher oder später werden sich solche Anwendungen wohl auch im öffentlichen Raum wiederfinden – die »Smart City« wird so zur Realität.

Dass Schalter nicht gleich Schalter ist, bewies Daniel Valicek, der die Neuigkeiten des umfangreichen Schalterprogramms System Design von Merten by Schneider Electric vorstellte.Schneider Electric
Wer in dieser Branche arbeitet, ist sich bewusst: Lichtschalter ist nicht gleich Lichtschalter. Die neuen KNX-Bedienoberflächen, erhältlich für System M und das neue System Design, von Merten by Schneider Electric, die Daniel Valicek, Produktmanager für Gebäudesy- stemtechnik und KNX-Ex- perte bei Schneider Electric, vorstellte, bestätigen das. Diese zeichnen
sich durch ihre flache Bauweise, intuitive Bedienung und ausgereiftes Design aus – so aktiviert beispielsweise ein Näherungssensor die Beleuchtung der Schalter, wenn man sich ihnen nähert. Besonders erwähnenswert ist auch, dass die durchgängige Bedienoberfläche der KNX- Tastsensoren Pro ganz ohne einzelne Tasten auskommt. Symbole für die verschiedenen Funktionen leuchten dabei buchstäblich durch den Schalter – Gravuren sind nicht notwendig. Die Symbole selbst können mittels der mitgelieferten Trägerfolien einfach und schnell realisiert werden. Natürlich sind diese Folien zusätzlich erhältlich, sollte man ausgefallene Wünsche realisieren wollen, „oder wenn man diese samt dem Verpackungsmaterial unabsichtlich entsorgt hat – das soll ja auch schon vorgekommen sein“, witzelte Valicek. Abschließend erwähnte Valicek noch, dass Schneider Electric nun auch Arbeitsleuchten im Programm aufgenommen hat. Diese sind, genauso wie alle vorher erwähnten Produkte, bereits lieferbar.

„Man sollte meinen, dass ein paar Euro bei der Wahl des Fehlerstromschutzschalters keine Rolle spielen. Leider ist das aber, gerade bei großen Bauträgern, oft sehr wohl der Fall“, so Peter Newet.Zu guter Letzt hielt Peter Newet, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Elektrotechnik Cooperative Praxis (CP), einen Vortrag zum Thema Fehlerstromschutzschalter, in dem er klarstellte, dass der AC-FI, im Gegensatz zu an- deren Ländern, wohl auch in Zukunft in Österreich nicht verboten werden wird. „Es gibt durchaus noch Bereiche, wo seine Funktionsweise immer noch ausreichend ist.“ Es ist aber klar, dass elektronische Geräte immer öfters nach A- oder sogar B- FIs verlangen – einleuchtend, da diese ja oft aus Ländern kommen, in denen der AC nicht mehr in Verwendung ist. Der Einsatz des A-FIs sei aber selbstverständlich überall dort zu raten, wo man davon ausgehen kann, dass laufend unterschiedliche Betriebsmittel zur Anwendung kommen. Eine schnelle Umfrage im Publikum ergab aber ohne- hin, dass der Elektrotechniker von heute bereits voll auf den Einsatz des A-FIs setzt.

 

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