Neue Retina-Zellen beeinflussen biologische Uhr

 

Forscher der University of Edinburgh haben eine neue Gruppe von Zellen in der Retina gefunden, die die biologische Uhr des Menschen direkt beeinflusst. Sie senden Signale in eine Region des Gehirns, die den zirkadianen Rhythmus reguliert. Dieses neue Wissen könnte neue Therapien für die Wiederherstellung der inneren Uhr bei Menschen mit Problemen aufgrund eines Jetlags oder von Nachtarbeit ermöglichen.


Das Team um Mike Ludwig hat erstmals bei Versuchen mit Ratten nachgewiesen, dass die Retina über eine eigene Population von Vasopressin exprimierenden Zellen verfügt, die direkt mit dem Nucleus suprachiasmaticus kommunizieren und eine Rolle bei der Regulierung des zirkadianen Rhythmus spielen. Ludwig kann sich sogar die Entwicklung von Augentropfen vorstellen, die zur Behandlung von Jetlag eingesetzt werden. Die aktuellen Ergebnisse wurden im »Journal of Physiology« veröffentlicht.

Der Nucleus suprachiasmaticus ist eine Region des Gehirns, die den zirkadianen Rhythmus mittels einer Vielzahl von Signalmolekülen wie dem Neurohormon Vasopressin steuert. Die Retina signalisiert Lichtveränderungen in der Umwelt an den Nucleus suprachiasmaticus. Bisher war jedoch nicht bekannt, wie dieser Vorgang vor sich geht.

Hell-Dunkel-Abstimmung
Biologische Uhren sind zeitlich auf den Wechsel von Hell und Dunkel abgestimmt. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Muster von Körpertemperatur, Gehirnaktivität, Hormonproduktion und anderen physiologischen Vorgängen. Eine Störung kann zu Gesundheitsproblemen wie Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und einem erhöhten Krebsrisiko führen.

Quelle: Pressetext

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